Hamburg

Freitag, 13. Juli bis Sonntag, 15. Juli 2018

Nach vorheriger online Recherche war es beschlossene Sache, in einer bestimmten Bäckerei/Konditorei in Hamburg zu Ehren des Geburtstagskindes und Familienoberhauptes zu frühstücken. Die Bäckerei mag zwar eine der besseren Hamburgs sein und explizit als Café klassifiziert sein, aber auf frühstückswillige Kundschaft an einem Samstagmorgen war man nicht eingerichtet: Salat und sonstiges schmückendes Beiwerk war nicht zu haben. Die Brötchen waren deshalb nur mit Käse resp. Schinken belegt. Damit war wenigstens eine Grundlage geschaffen, zumal ein kurzfristiger Abstecher zum Coiffeur mit dem Junior an der U-Bahnstation dazwischen gekommen ist.

Nächstes Unterfangen war die Suche nach langen Unterhosen. Im Juli ist das eine nicht zu unterschätzende Herausforderung und ruft bei hochsommerlichen Mitte zwanzig Grad auch eher ungläubige Blicke hervor. Auf intensive Konsultation einer Fachverkäuferin und Aufsuchen des Winterlagers derselben hin haben wir auch diese Herausforderung gemeistert. Das war mit hoher Wahrscheinlichkeit einer eher niedrigen Frequenz bei Sport Scheck aufgrund des Triathlons vor der Tür geschuldet.

Für den Standort am Schlagermove haben wir uns den Startpunkt am Heiligengeistfeld ausgesucht. So waren wir mitten drin, konnten aber auch gefahrlos mit Stativ und Filtern experimentieren. So ist die Aufnahme von Bata Illic entstanden - ja, der lebt noch ...

Der Schlagermove ist ein klasse Event - wenn man die Musikrichtung einigermassen mag oder aber der Alkoholpegel ausreichend hoch ist. Zugegeben waren wir am Abend etwas von Henry Valentino geschädigt: "Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen" haben wir gefühlt hundertfach gehört.

Nach der Abfahrt des letzten Wagens haben wir uns auf dem Gelände mit den obligatorischen Fisch- und Krabbenbrötchen verpflegt - lecker.

Auf dem Weg zu den Landungsbrücken haben wir die letzten Wagen des Move dann wieder überholt. Unfassbar war die Menge an zerbrochenen Flaschen auf der Strecke. An ein Wunder grenzte, dass bereits am nächsten Morgen tatsächlich jede Spur des Events vom Vortag entfernt war: auf der gleichen Strecke waren sonntags die Triathleten mit ihren Rädern auf einer 100% scherbenfreien Strecke unterwegs.

Im hervorragenden Restaurant "La Vela", direkt hinter der Fischauktionshalle haben wir sensationell gut gegessen. Gemäss Junior waren es sogar "die besten Ravioli seines Lebens". Na bitte. Wir haben die Fähre zurück zu den Landungsbrücken genommen. Der Blick auf die Elbphilharmonie, bei der sich die untergehende Sonne in der Glasfassade spiegelt, ist einfach spektakulär.

Traditionell sind wir am Sonntagmorgen über den Fischmarkt zum Brunch in der Fischauktionshalle gebummelt. Die Fischspezialitäten waren bewährt gut, die Live-Bands respektabel und es gab immer noch ein paar Schlagermoveteilnehmer mit Durchhaltevermögen, die für farbenfrohe, skurrile Farbakzente gesorgt haben.

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