Brocken im Nationalpark Harz

Sonntag, 6. August 2017

Der Brocken ist mit 1.141 Metern Höhe der höchste Berg im Harz und in ganz Norddeutschland. Seine exponierte Lage macht ihn zu einem rauen Zeitgenossen. Denn das Klima auf dem waldfreien Gipfel ist vergleichbar mit dem nordischer Breiten. Oftmals wird der Harz daher auch als Stück skandinavisches Gebirge im Herzen Deutschlands bezeichnet.

40 Jahre lang war der höchste Berg Norddeutschlands unerreichbar, er lag auf dem Gebiet der DDR und diente den dortigen Grenzschutztruppen zur Beobachtung und Abhörung des Klassenfeindes im Westen. Seit dem Fall der Mauer und der Grenzöffnung zieht er jedes Jahr Unmengen von Besuchern an, auch wir wollen zum x-ten Male den mystischen Berg besteigen. Der Brocken ist über verschiedene Routen erreichbar, wir bevorzugen dieses Mal den klassischen Goetheweg von Torfhaus durch den Nationalpark zum Gipfel. Teilnehmer sind das Familienoberhaupt sowie der Stammhalter, der Filius 2 und der Junior, darüber hinaus die mittlerweile ausgeschiedene Freundin des Stammhalters.

Frühmorgens um 9.00 Uhr starten wir in Hannover, nach 1,5 Stunden haben wir den grossen Parkplatz in Torfhaus erreicht. Wir schultern unsere Rucksäcke und marschieren frohen Mutes los. Das Wetter ist herrlich, nicht zu kalt, nicht zu warm. Wir sind an diesem Sonntag natürlich nicht die einzigen Wanderer, der Brocken ist insbesondere sonntags ein begehrtes Ziel und auch immer wieder eine sportliche Herausforderung. Hin- und Rückweg weisen insgesamt eine Länge von 17 km auf, ein Spaziergang sieht anders aus.

Unterwegs überholt uns ab und zu die historische Harzer Brockenbahn, die wanderunwillige Menschen von Schierke und Wernigerode auf den Gipfel zum Essen befördert. Kurz vor dem Gipfel treffen wir eine bekannte Famile aus Burgdorf bei Hannover, so klein ist die Welt.

Auf dem Gipfel kehren wir beim Brockenwirt ein und stärken uns mit Bratwurst und Pommes, wir wollen ja schliesslich gesund essen. Der Abstieg ist wie so oft beschwerlicher als der Aufstieg, es geht zum einen in die Gelenke, zum anderen lässt auch irgendwann die Motivation nach. Nichtsdestotrotz war es ein herrlicher Ausflug auf den Harzer Brocken.

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